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Schurkenstüecke der Justiz


Der Fall Harry Wörtz

Harry Wörtz saß 5 Jahre unschuldig im Gefängnis, weil er angeblich seine Frau umbringen wollte und so geschädigt haben soll, daß diese zum Pflegefall wurde. Nach mehrfachen Prozessen kam Harry Wörtz frei und wurde nach 11 Jahren Verfahrensdauer endgültig freigesprochen. Seine Leidensgeschichte wurde bereits mehrfach im Fernsehen dokumentiert.  Der Fall zeigt, wie eine Justizkooperative einen unschuldigen Menschen kaputtmachen kann. Als Buch verfügbar.


Die Rentnergang vom Chiemsee

Die Rentnergang ist eine Erfindung der Traunsteiner Justiz, die damit einen Schauprozeß veranstaltete. Das Verfahren wurde mit einer Registerladung  aus der juristischen Mottenkiste geführt.  Es wurde eine überlange Untersuchungshaft zur Pression und Schädigung der nicht beteiligten Beschuldigten angeordnet, ohne daß überhaupt echte Haftgründe vorlagen. Der Fall zeigt auf, wie eine Untersuchungshaft mißbraucht wird, um ein Geständnis zu erpressen und mit welchen Mitteln in der Untersuchungshaft versteckte Folter angewendet werden kann. Sogar Straftaten von Seiten der Staatsanwaltschaft und des Gerichts wurden begangen und trotz Strafanzeigen toleriert, um ein schlüssiges Urteil hinzubiegen.  Ermittlungsdaten wurden gefälscht, in das Urteil falsche Daten geschrieben und erfundene Tatbestände verwendet. 31 Sonderakten wurden zur Justiz nach Kaiserslautern ausgelagert und praktisch versteckt, damit diese nicht im Hauptverfahren verwendet werden mußten. Das Verfahren gegen den  Arzt DGF wurde eingestellt, obwohl in die Anklage eine massive Ladung von Justizmüll eingebracht wurde. Er mußte wegen der Folgen der Folterhaft haftunfähig entlassen werden (Anwältin Yavuz).  Als Buch verfügbar. Mehrfach verfilmt. Mehrfach in Dokumentionen verwendet. Ein weiteres Drehbuch ist in Arbeit. Ein wahres Schurkenstüeck.


Der Fall Lehrer Arnold

Der Lehrer wurde von einer Kollegin der Vergewaltigung bezichtigt, 5 Jahre eingesperrt und nach Verbüßung seiner gesamten Strafe nachträglich freigesprochen. Er bekam keinen Strafnachlaß, weil er sich geweigert hatte, ein Geständnis abzulegen. Er starb, psychisch schwer geschädigt nach seiner Freilassung. In seinen Beruf als Lehrer durfte er nie mehr zurückkkehren. Sein Haus war durch die Prozeßkosten verloren gegangen. Er lebte als Hartz IV -Empfänger bis an sein Lebensende. Eine Haftentschädigung hatte er bis zu seinem Tode keine erhalten. Ein weiteres Beispiel, daß niemand da ist, der die Justiz kontrolliert. Nach seinem Tod wurde die Lehrerin wegen der falschen Behauptungen zu 51/2 Jahren Gefängnis verurteilt (Anwalt: Miro).


Der Fall des Bauern Rupp

Die Familie des Bauern Rupp, Ehefrau, Sohn und Tochter saßen 5 Jahre wegen Mordes an dem Landwirt im Gefängnis. Sie hatten unter Druck der Ermittler ein Geständnis abgelegt und zugegeben, ihr Familienoberhaupt wärevon ihnen  ermordet worden, zurstückelt und den Hunden zum Fraß vorgeworfen. Dummerweise fand man aber Jahre später den Mercedes und die komplette Leiche des  Bauern in der Donau. Die Ermittler brachten sogar einen Autohändler dazu, anzugeben, er hätte den Wagen des ermordeten Bauern verkauft. Nach dem Freispruch verweigerte die Justiz eine Haftentschädigung mit der Begründung, sie hätten ja ein Geständnis abgegeben (Anwältin  Rick).


Weitere Fälle

Es gibt tausende Fälle von Justizopfern, die im Verlauf der Jahre unschuldig hinter Gittern gelandet sind. Aus der Vielzahl sind noch einige prominente skandalöse Urteile und Verfahren  zu erwähnen. Nicht zu vergessen die Zehntausende, die nur zu Geldstrafen oder andern Bosheiten verurteilt wurden. Nicht zu vergessen auch jene, deren Existenzen durch jahrelange Gerichtsverfahren vernichtet wurden und deren Familien dadurch zerstört worden sind. In seinem Buch, "Die armen Hunde von Stadelheim" hat der Autor eine Reihe von echten Fällen aus dieser JVA beschrieben.


Prominente Fälle, die aufzeigen, wie krank unser Justizsystem ist, sind auch:


Der Fall Ilona Haslbauer (7 Jahre Psychiatrie, wegen einer Lappalie)

Der Fall Vera Brühne (Mord an ihrem Geliebten)

Der Fall des Ulfi Kulac (angeblicher Mord an der verschwundenen Peggy, nach 10 Jahren frei). Man fand danach die Leichenteile der Peggy und die Unschuld von Ulvi wurde in den Medien totgeschwiegen.

Der Fall Kachelmann (U-Haft wegen angeblicher Vergewaltigung)

Der Fall des Polizeiüberfalls auf die Familie Eder (entgleiste Polizeigewalt)

Der Fall Ecclestone-Grabowski (100 Millionen-Deal gegen Haft)

Der Fall des Donald Stellwag (8Jahre Gefängnis wegen falschem Ohrläppchengutachten)

Der Fall Uli Höness (Steuerfall mit Hintergrund)

Der Fall Maximilian Eham (Verfahren wegen Mord, wobei eigentlich niemand verletzt wurde,)


Das Redaktionsteam um Roland F. hat zusätzlich seit 2009 für Bayern über 60 Fälle zusammengetragen, wo jeder einzige als Skandal bezeichnet werden kann.


Schurkenstuecke  der Justiz

Man kann davon ausgehen, daß von der deutschen Justiz jedes Jahr ca. 150 Tausend Fehlurteile gefällt werden.  Ein Teil davon resultiert aus Schlampigkeit, Zeitdruck und mangelnder Sorgfalt aller Beteiligten. Ein weiterer Teil ist der Interesselosigkeit oder der Geschäftsgier der Anwälte geschuldet. Auch mangelndes Wissen spielt manchmal eine Rolle. Böses Blut machen aber Fehlurteile, die gemacht werden, obwohl die Richter genau wissen, daß  sie mit ihrem Urteil falsch liegen.  Die Gründe liegen dann oft im Zwang, ein Urteil abzuarbeiten, an mangelnder Sachaufklärung oder einfach in Insuffizienz. Doch gibt es Fälle, in denen einwandfrei beweisbar, Richter gegen besseres Wissen und mit Absicht, einem Urteil die eine oder andere Richtung zu geben, entgegen jeglicher Logik und unter Mißachtung von Gesetzen oder Vorschriften urteilen.  Besonders schlimm ist, wenn sie entgegen klaren Beweisen und trotz Hinweisen von Anwälten derartig skandalöse Urteile fällen. Dann liegt eigentlich schon Rechtsbeugung vor und das Urteil wäre eine Straftat. Nachdem aber eine rechtskräftige Verurteilung eines Richters in Deutschland kaum möglich ist, bleibt den Betroffenen nur noch der Rechtsweg gegen eine faktische Gummiwand. Die Justiz wird zur Systemkooperative.  Wenn ein offensichtliches gravierendes Fehlurteil auch von der nachfolgenden Justiz gestützt wird, spricht man in der Laiensprache von einem Schurkenstück. Nur wenige dieser Skandalurteile werden höchtsrichterlich korrigiert.

Folgende Fälle kann man, auch wenn sie abschließend  juristisch einwandfrei gelöst wurden, durchaus als Schurkenstuecke bezeichnen. Diese Urteile widersprechen der Logik und sind oft konstruiert.  Die Begründung eines Schurkenstücks  kann natürlich am Besten nur von den  Betroffenen dargelegt werden. So ist leider Tatsache, daß oft die echte Wahrheit von den Feststellungen des Gerichts erheblich abweicht:


Der Fall Gustl  Mollath

Es ist wohl der bekannteste Fall aus letzter Zeit. Er war 7 Jahre unschuldig hinter Gittern. Ohne die Medien würde Mollath allerdings heute noch in der Psychiatrie schmoren.

Konsquenzen für die Straftäter, die ihn unschuldig hinter Gitter gebracht haben, gab es keine. Dies ist typisch für das deutsche Gerichtwesen.

Der Fall wurde 3 mal als Buch verlegt und einmal verfilmt.