Justizopfer tv

Gravierende Beispiele

Es gibt Hundertausende von Justizopfer in Deutschland. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zu wenig Richter, schlampige Prozeßführung, mangelnde Rechtsberatung, ein veraltetes Rechtssystem und eine  sytemkooperative Presse. Schlimm wird es dann, wenn Richter insuffizient sind und die Strafprozessordnung oder gar die Grundrechte der Angeklagten  mißachten. Aus der Vielzahl dieser Justizopfer sind nachfolgende herausgegriffen:


Der Fall Gustl Mollath

Es ist wohl der prominenteste Fall aus der letzten Zeit. Mollath wurde durch skandalöse Urteile und Gerichtsbeschlüsse unschuldig 7 Jahre in die Pyschiatrie gesperrt und nach einem medialen Prozeßereignis vom Landgericht Regensburg 2014 freigelassen.  Einen kompletten Freispruch gab es nicht, weil sich die Justiz nicht blamieren wollte. Konsequenzen für seine Peiniger und die Schuldigen der am Prozeß Beteiligten gab es keine. Ohne die Medien wäre Mollath wohl nie freigekommmen (Anwälte: Strate, Adam).  Mindestens 2 Bücher verfügbar. Aber auch mindestens zwei Dokumentationsfilme. Zur Zeit streitet sich Mollath mit der Justiz um eine angemessene  Entschädigung.


Der Fall Lehrer Arnold

Der Lehrer wurde von einer Kollegin der Vergewaltigung bezichtigt, 5 Jahre eingesperrt und nach Verbüßung seiner gesamten Strafe nachträglich freigesprochen. Er bekam keinen Strafnachlaß, weil er sich geweigert hatte, ein Geständnis abzulegen. Er starb, psychisch schwer geschädigt nach seiner Freilassung. In seinen Beruf als Lehrer durfte er nie mehr zurückkkehren. Sein Haus war durch die Prozeßkosten verloren gegangen. Er lebte als Hartz IV -Empfänger bis an sein Lebensende. Eine Haftentschädigung hatte er bis zu seinem Tode keine erhalten. Ein weiteres Beispiel, daß niemand da ist, der die Justiz kontrolliert. Nach seinem Tod wurde die Lehrerin wegen der falschen Behauptungen zu 5 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt (Anwalt: Miro).


Der Fall der Familie E. aus Schechen


Der Fall Ulvi Kulac

Angeblicher Mord an der verschwundenen Peggy. Er wurde nach jahrelanger Haft freigesprochen. Den Leichnam der Peggy fand man später. Der Mord ist heute noch nicht geklärt.


Der Fall Harry Wörz

Harry Wörtz saß 5 Jahre unschuldig im Gefängnis, weil er angeblich seine Frau umbringen wollte und so geschädigt haben soll, daß diese zum Pflegefall wurde. Nach mehrfachen Prozessen kam Harry Wörtz frei und wurde nach 11 Jahren Verfahrensdauer endgültig freigesprochen. Seine Leidensgeschichte wurde bereits mehrfach im Fernsehen dokumentiert.  Der Fall zeigt, wie eine Justizkooperative einen unschuldigen Menschen kaputtmachen kann. Als Buch verfügbar. Harry Wörtz bekam 400 000 Euro als Haftenschädigung.


Der Fall des Bauern Rupp


Die Familie des Bauern Rupp, Ehefrau, Sohn und Tochter saßen 5 Jahre wegen Mordes an dem Landwirt im Gefängnis. Sie hatten unter Druck der Ermittler ein Geständnis abgelegt und zugegeben, ihr Familienoberhaupt ermordet, zurstückelt und den Hunden zum Fraß vorgeworfen zu haben. Dummerweise fand man aber Jahre später den Mercedes und die komplette Leiche des  Bauern in der Donau. Die Ermittler brachten sogar einen Autohändler dazu, anzugeben, er hätte den Wagen des ermordeten Bauern verkauft. Nach dem Freispruch verweigerte die Justiz eine Haftentschädigung mit der Begründung, sie hätten ja ein Geständnis abgegeben (Anwältin  Rick München ).


Prominente Fälle, die aufzeigen, wie krank unser Justizsystem ist, sind auch:


Der Fall Ilona Haslbauer (7 Jahre Psychiatrie, wegen einer Lappalie)

Der Fall Vera Brühne (Mord an ihrem Geliebten)

Der Fall des Ulfi Kulac

Der Fall Kachelmann (U-Haft wegen angeblicher Vergewaltigung)

Der Fall des Polizeiüberfalls auf die Familie Eder (entgleiste Polizeigewalt)

Der Fall Ecclestone-Grabowski (100 Millionen-Deal gegen Haft)

Der Fall Uli Höness (Steuerfall mit Hintergrund)

Der Fall Maximilian Eham (Verfahren wegen Mord)

Die Rentnergang vom Chiemsee. (Wie aus 2 Entführern eine 5er Rentnergang gemacht wurde).



Alle Fälle sind in der Presse ausreichend als Einzelfälle kommentiert. Einige wurden sogar verfilmt und  im Fernsehen gezeigt.